Middle Ages.
Das Mittelalter in Taibilla. |
|
Bis zur Moslemeroberung die in den ersten Jahren des VII Jahrhunderts unserer
Zeit vorgekommen sein muss, hat dieses Tal ein sozioökonomisches Regime feudaler
Art beibehalten müssen, welches auf den vorzüglichen natürlichen
Resourcen basiert, hauptsächlich das Wasser.
Die Ankunft der Araber im VIII Jahrhundert wird das Wachstum dieses Gebietes
als wichtige Folge mitsichbringen, welches in jener Zeit unter dem Namen Taybaliya
bekannt war. Hier zentralisierte sich der Markt und hier liessen sich die Beamten
nieder, die für die Herren des Al’Andalus die Steürn einnahmen.
Nach der Rückeroberung von Cünca im Jahre 1177 beginnt Alfons VIII
mit dem Überfall auf diese Grenzländer zu dem Königreich Granada.
Erst im Jahre 1241 erobern christliche Vortruppen, die von dem Jakobs Ordensmeister
Rodrigo Yañenz angeführt wurden, unter Mithilfe von aragonesischen
Truppen, die auf den Herrn von Albarracín, D. Pedro Fernández
de Azagra hörten, diese Länder für das Christentum.
Im Jahre 1243 bestätigt der zukünftige Alfons X, Der Weise, die Grenzen
von Segura de la Sierra unter welchen sich die Dörfer Nerpe und Tayviella
befinden, sowie ein kleines Netz von Festungstürmen in Yetas, Xutia, Turrilla
und Vizcable. Die Befestigung dieses Kernes erfolgte nicht vor der letzten Dekade
des XIII Jahrhunderts, da der Beweis einer maurischen Siedlung im Jahre 1274
vorliegt, von welcher der Jakobsorden wichtige feudale Abgaben einnahm.
Bis zur Eroberung von Granada verwandelt sich dieses Gebiet 250 Jahre lang
in eine Grenze, was für die Region eine schwarze Zeit bedeutete, da sie
zum Niemandsland wurde. Allmänlich entvölkerte sie sich aufgrund der
Unsicherheit und blieb anhand von einem Netz von Militärkontrollen kaum
erhalten. Es wurde sogar auf päpstliche Bullen zurückgegriffen, wie
die von Innozenz VII im Jahre 1386, welcher von Avignon aus zur Verteidigung
der Schlösser in Yeste, Taibilla und Segura de la Sierra aufrief.
Um den Markt von Taybaliya herum wächst ein gut verteidigter Siedlungskern,
Verwaltungsmittelpunkt des sehr ausgedehnten Iqlim oder Landdistrikt von Tudmir;
von dem wir wissen, dass hier Muhammad ben Abí Nadir geboren wurde, welcher
in Almería ein wichtiger Richer war und dessen Lehrer Mazuz ben Habib
al Taybali war.
Schloss von Taibilla. Das Schloss von Taibilla oder Taibona hat einen moslemischen
Ursprung und wurde auf einem Felsen errichtet welcher das Tal dominiert und
von dem noch Wandteppiche, einige Brunnen und der Turm in mehreren Etagen, mit
zwei Aushöhlungen – Brunnen und unterirdischer Kerker – in
der unteren Etage, erhalten sind. Als zur Zeit der Katholischen Könige
die granadinische Grenze verlegt wurde, verliert das Schloss seinen Nutzen und
kommt somit zum Verfall.
|